Virtual Reality Learning Space in Use

Eine Lernumgebung mit großem Potential bei der Unterstützung von Lernprozessen

Schülerinnen und Schüler explorieren gemeinsam das Innere eines Verbrennungsmotors, untersuchen den Ablauf bei einer Kernfusion, untersuchen die roten Blutkörperchen in der Lunge oder erkunden die Strände von Hawaii. Mit Hilfe des VR Learning Space (VRLS) wird es möglich Lerninhalte zu vermittelt, die bisher außerhalb des regulären Unterrichts lagen. Lernen kann mit Hilfe des VRLS zu einem interaktiven und kollaborativen Lernerlebnis werden, das im Gedächtnis bleibt.

Im Internationalen Stiftungsgymnasium Magdeburg wurde ein erster Prototyp eines VR Learning Space aufgebaut. Lehrende und Lernende in verschiedenen Partnerschulen sind motiviert mit diesen neuen Technologien zu arbeiten, sowie neue Techniken und Methoden für den Unterrichtseinsatz zu erproben.

Kollaboratives Lernen mit digitalen interaktiven Medien

Technologien wie VR, AR und MR ermöglichen das Darstellen von großen Datenmengen und das Visualisieren von Zusammenhängen, die mit analogen Medien wesentlich schwerer erklärbar sind. Diese Technologien können Türen zu Lerninhalten öffnen, die aufgrund von Kosten, Risiken oder praktischen Unmöglichkeiten sonst für Schüler*innen im Regelunterricht unzugänglich bleiben. Räumliche Zusammenhänge können wesentlich besser hergestellt werden. Das so vermittelte Wissen wird im Anschluss spielerisch abgefragt.

Vor allem ein stärker kollaboratives und interaktives Lernen im Regelunterricht erhoffen sich so die Entwickler*innen und Pädagog*innen vom Learning Space. Sie wollen deshalb dieses Lernmedium weiterentwickeln, sowie neue Lernmethoden hierfür entwickeln, erproben und evaluieren.

VRLS Globe Interaction

360° Glassless VR System

Echtzeit-Projektionen auf verschiedenen Körpern

Mit Hilfe von Echtzeit-Projektionen auf verschiedenen Oberflächen können Lerninhalte zu verschiedenen Themenbereichen dargestellt werden. Diese können von den Schüler*innen zukünftig selbstständig exploriert werden. Schüler*innen und Lehrende sollen so kollaborativ eigene Lerninhalte erschaffen, bearbeiten und erweitern. Ein interaktives Lernen wird zukünftig möglich.

Adaptive Größe der Projektionsstation

Der Aufbau der Projektionsstation im VRLS des Stiftungsgymnasiums Magdeburg erlaubt derzeit bis zu 16 Schüler*innen gleichzeitig zu arbeiten. Das Szenario kann z.B. mittels eines Vive Controllers von Lehrer*innen gelenkt werden. Die Projektionsstation kann in Größe und Form auf Wunsch angepasst werden.

Scannen von Objekten

Auch das Scannen von Objekten auf der Projektionsfläche ist möglich. Somit werden nicht nur virtuelle Objekte und Daten in die analoge Welt projiziert, sondern es wird auch ein Transfer von analogen Objekten in die virtuelle Datenwelt ermöglicht.

 

Lernszenarien

Bisher wurden zwei Unterschiedliche Lernszenarien umgesetzt:

Geographie

Kontinente, Ozeane und Länder mit ihren Kenngrößen können als Projektion auf einer Halbkugel dargestellt werden. Zusatzinformationen, z. B. Länderkenngrößen, werden auf die Grundebene projiziert. Es entsteht ein interaktiver Globus, bei dem politische und topologische Informationen dargestellt und überblendet werden können. Zusammenhänge und Wechselwirkungen können durch Animationen visualisiert und somit leichter verständlich werden.

Biologie

Am Beispiel des menschlichen Körpers können der Aufbau des Skeletts und der Organe gezeigt werden.  Diese werden auf einen menschlichen Torso projiziert. Die Betrachtung und Steuerung der verschiedenen Ansichten erfolgt mit Hilfe eines Tracking Systems.

Wissen kann in neuartigen interaktiven und spielerischen Formaten, z. B. in einem Quiz abgefragt werden (Playful Learning).

VRLS Globe Content
VRLS on youtube
VRLS Projection Table

Technische Spezifikation

  • Darstellung von VR und AR Szenen mit Unity3D und Unreal
  • Projektionsraum 1600 x 1600 x 650 mm
  • Auflösung von ca. 1,25 Pixel/ mm
  • Integration von HTC Vive Tracker und Controller
  • Darstellung auf 3D Objekten
  • Umsetzung von Lern- und Spielideen
  • 3D Scanner Funktion

Das Projekt erfolgt mit den Partnerfirmen:

project: syntropy GmbH ►

LO Products GmbH ►